Eine Sache, die einem beim Entwickeln von Websites/-anwendungen immer wieder sauer aufstößt, ist die Vielfalt von Browsern. An und für sich sollte das ja kein Problem sein, wenn die sich bloß alle an die Web-Standards, wie sie vom W3C aufsgestellt wurden, halten würden.
Der schlimmste Vertreter dieser Standard-Ignoranten ist der IE6. Veröffentlich im August 2001 hat er nun schon fast e8 Jahre auf dem Buckel und ist seitdem nicht standardkonformer oder sogar sicherer geworden. Inzwischen ist sogar der Nachfolger ( IE7) schon drei Jahre alt und der IE8 steht seit Januar als Release Candidate zum Download bereit. Dennoch benutzen immer noch ca. 20% der Internetnutzer weltweit dieses Fossil und sind damit nicht nur unsicher und instabil im Web unterwegs, sondern verschaffen vielen Webentwicklern ein hohes Pensum an Frustration und zusätzlicher Arbeitsstunden, um Wege zu finden, wie die Webseite im IE6 doch standardkonform angezeigt werden kann.

So langsam jedoch formiert sich Widerstand gegen die Nutzung des IE6. Die Betreiber des norwegischen Annonce-Portals finn.no blenden jedem Besucher, der mit einer Version des Internet Exploreres <= 6 unterwegs ist, einen Hinweis ein, dass der verwendete Browser veraltet ist und von Ihnen nicht mehr unterstüzt wird.
Weiterhin wird zum “IE Death March” aufgerufen. Ab März 2009 wollen viele Entwickler/Firmen ebenfalls den Support für den IE 6 einstellen, so dass viele Nutzer wohl gezwungen sein werden, eine neue Version des IE oder sogar Firefox, Opera, Chrome, usw. installieren zu müssen.
Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt, auch im Hinblick auf das neuste Betriebssystem aus dem Hause Microsoft, welches Ende des Jahres dann den IE8 standardmäßig mitbringt. Es wird sicherlich einige Nutzer von XP oder sogar noch Windows 98 zum Wechseln bewegen können, die dann gar keine Möglichkeit mehr haben den IE6 weiterzunutzen.